Kategorie: Dolomiten-Radmarathon
Dolomiten-Radmarathon 2011
Autor: Steffen Sassie am 20.07.2011
Am 10.07.2011 habe ich am 25. Maratona dles Dolomites teilgenommen.Mit ihren 138 km gehört die größte Schleife der Veranstaltung nicht gerade zu den Ultradistanzen und die 4000 hm lassen sich mit den 7000 hm der Platintour des Alpenbrevets auch nicht wirklich messen. – Aber gerade darin liegt der Reiz und die Herausforderung:
Auf relativ kurze Distanz jagt ein Pass den nächsten, es gibt nur ein einziges, kürzeres flaches Stück mit der Möglichkeit, sich zu regenerieren und ansonsten geht es ständig bergauf/ bergab. - Mit einem Wort: kurz und knackig.
Mit über 9000 Teilnehmern war die 25. Jubiläumsveranstaltung ein Mega-Event, dem die Organisation jedoch in jeder Hinsicht gerecht wurde. Zudem war die Stimmung super und das Wetter wie bestellt. Bereits morgens war es relativ warm, sodass Armlinge und eine leichte Windweste oder Jacke für die ersten Pässe völlig ausreichten. Im Tagesverlauf dann sonnig, Temperaturen bis 30 °C und kein Regen. Besser hätte es nicht kommen können, alles in allem optimale Bedingungen.
Ich selbst bin für einen Freund gestartet, der selbst nicht antreten konnte und dessen Startplatz sonst verfallen wäre. Vergeben werden die Plätze nach Anmeldung irgendwann im Herbst per Losverfahren, ähnlich wie beim Ötztaler.
Mit meiner Leistung war ich im Großen und Ganzen zufrieden, wenngleich ich am Anfang sicher viel Kraft gelassen habe und mit einem besseren Startplatz am Ende vermutlich weiter vorne gelegen hätte. So aber startete ich aus einem mittleren Block und musste mich die ersten 3 bis 4 Pässe erst mal nach vorne kämpfen: Dieses ständige Schlangenlinien-Fahren zwischen anderen Teilnehmern hindurch mit abrupten Bremsmanövern und scharfen Antritten fordert eben seinen Tribut, was ich dann spätestens am Giau-Pass gemerkt habe. Dieser Pass gehört zu dem Anspruchsvollsten, was die Dolomiten zu bieten haben und bewältigt eine Höhendifferenz von 900 hm – an sich nicht wahnsinnig viel, jedoch mit einer Steigung von mindestens 10 % bis eher über längere Strecken bis zu 15 % doch ein echter Schinder, zumal, wenn, man davor schon einiges in den Beinen hat und die Strecke in der prallen Sonne liegt.
In harten Fakten bedeutete es am Ende für mich Rang 53 in der Altersklasse 45-49 J. (über 1100 Starter) und Rang 329 im Gesamtklassement, Fahrzeit 5:50:21,5, Durchschnittsgeschwindigkeit 23,632 km/ h.
Der Start erfolgt um 6:30 in Stern/ La Villa. Von dort geht es ins nahe gelegene Corvara, über den Campolongo nach Arabba, weiter über den Pordoi, das Sella und Grödner-Joch wieder zurück nach Corvara (Sellaronda). Wer dann noch nicht genug hat, fährt weiter, nochmals über den Campolongo nach Arabba. Von dort geht es in Richtung Cortina d’Ampezzo entweder über den Falzarego und Valparola (mittlere Runde) oder über den Giau und Falzarego, Valparola wieder zurück nach Stern/ La Villa mit Zieleinlauf in Corvara (große Runde).
Alles in allem ein super Event, sportlich anspruchsvoll in einer an Schönheit kaum zu toppenden Landschaft. Zur Nachahmung dringend empfohlen.
Ich selbst hoffe schwer, im kommenden Jahr wieder einen Startplatz zu bekommen.
Steffen Sassie
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