Beste Ligaplatzierung in Schömberg

Autor: Jannik Späth am 26.06.2013
Kategorie: Triathlon

Am vergangen Wochenende stand das dritte von fünf Ligarennen an. In Schömberg ging es dieses Mal über die olympische Distanz. Anders als die Jahre zuvor war kein Regenwetter und Temperaturen unter 10 Grad, sondern Sonnenschein und knappe 30 Grad. Gestartet wurde um kurz vor 12 Uhr.
Es galt eine 1,4km lange Schwimmstrecke im Schömberger Stausee, drei Mal eine 14km lange Radrunde mit ordentlich Höhenmeter und zwei Laufrunden um den Stausee zu bewältigen.
Gemeinsam mit drei weiteren Teams belegte unsere Mannschaft vor dem Rennen einen sensationellen 3. Platz im Teamranking. Leider musste unsere Mannschaft den Ausfall von unserem Top-Mann Jose Gise verkraften.
Für das Rennen in Schömberg hatte ich mir eine andere Strategie als die Jahre zuvor festgelegt. Ich wollte ruhig schwimmen, um entspannt aufs Rad zu steigen.
Leider war das „entspannte“ Schwimmen auch ein sehr langsames Schwimmen und so stieg ich an Position 29 liegend aus dem Stausee.





Das Gute daran war, dass ich wirklich entspannt war und somit auf dem Rad gleich Vollgas geben konnte. Gemeinsam mit ein paar anderen Athleten kämpften wir uns an eine größere Radgruppe, welche ca. 300m vor uns fuhr heran. Somit fand ich mich in einer ca. 20-köpfigen Gruppe wieder.



In jeder der drei Runden galt es einen 2km langen Anstieg zu bewältigen. Kurz bevor es nun in den Berg ging passierte mir ein Riesen-Faux-Pas. An Position zwei meiner Radgruppe liegend verschaltete ich mich und mein Kette fiel durch. Ich versuchte sie noch während der Fahrt wieder auf das kleine Kettenblatt zu bekommen, doch das funktionierte nicht. Ich musste anhalten und die Kette per Hand wieder auflegen. Das blöde daran war, dass meine Gruppe nun weg war. Die 100m zwischen mir und der Gruppe konnte ich am Berg leider nicht zufahren.
Ich hatte mich kurz vor dem Gipfel schon fast damit abgefunden, mich demnächst in einer Gruppe dahinter wiederzufinden, als von hinten Thomas Heuschmidt an mir vorbeischoss. Ich gab alles was meine Körper hergab und schaffte es so in seinen Windschatten zu kommen. In der langen Abfahrt konnten wir Boden gut machen und so schafften wir zu Beginn der zweiten Runde den Anschluss an meine „alte“ Gruppe. Zu verdanken ist dieser Zusammenschluss jedoch nicht mir sondern Thomas, welcher bestimmt 90% der Verfolgungsjagd im Wind fuhr. Ich war dann erstmal froh die Gruppe erreicht zu haben und versuchte mich ein wenig im Pulk zu verstecken. Thomas schoss an der Gruppe jedoch vorbei und gab weiter Vollgas. Das große Feld konnte ihm nicht folgen und so setzte er seine Flucht alleine fort.
Runde 2 und 3 sind schnell erzählt….an den Anstiegen musste ich alles geben um an der Gruppe dran zu bleiben, der Rest der Radrunde war davon geprägt immer wieder schnelle Antritte zu fahren,  gepaart mit Rumgepimmel.



Ziemlich K.O. – von dem harten Radfahren als auch den hohen Temperaturen – erreichte ich mit der 20. besten Radzeit die zweite Wechselzone. Nach einem guten Wechsel merkte ich gleich, dass ich schon seeehr viele Körner verschossen hatte und nun auf der Laufstrecke büßen müsse.
Die zwei Runden in der prallen Mittagsonne waren verdammt hart und so wurde ich noch von einigen Athleten ein- und überholt. Mit einer Zeit von 41:34 für die hügligen 10km bin ich nicht zufrieden, jedoch konnte ich mich über einen 31. Gesamtplatz sehr freuen.



Dies ist meine bislang beste Liga-Platzierung. Mit dem Team erreichten wir einen super 5. Gesamtplatz, womit wir ein weiteres Mal bei der Siegerehrung teilnehmen durften. Insgesamt rangieren wir nun auf einem geteilten 4. Platz, welcher für uns sensationell gut ist.
Diese Saison läuft für das gesamte Liga-Team bis jetzt wie am Schnürchen. Wenn wir die zwei letzten Rennen ähnlich gut abschneiden werden wir ein Wahnsinns-Erfolg feiern können.
 
Für mich geht es am 30. Juni in Erbach bei den PLM, welche gleichzeitig auch die Baden-Württembergische Meisterschaften über die Olympische Distanz beinhalten, weiter.
 
Bis dahin,
Gruß Jannik



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